Zum Topspiel der Regionalliga West ging es am Sonntag nach Dortmund, wo die BVB-Frauen Arminia Bielefeld zum Duell Zweiter gegen Dritter empfingen. Das angekündigte wechselhafte Wetter lockerte pünktlich zum Anpfiff auf, wir saßen allerdings ohnehin wetterfest unter dem Dach der Tribüne, direkt beim BVB-Frauen-Fanclub.
Für den BVB war klar: Ein Sieg musste her, um zu den aktuellen Tabellenführerinnen aus Köln aufzuschließen. Bielefeld stellte sich jedoch als der erwartete schwierige Gegner heraus, schließlich hatten sie auch schon gegen die Tabellenführerinnen gewonnen.
Das Spiel startete mit vorsichtigem Herantasten an die jeweiligen Gegnerinnen, wobei der BVB früh die Kontrolle übernahm. Der hohe Ballbesitzanteil konnte jedoch nicht in produktive Aktionen umgemünzt werden. Wie aus dem Nichts nutzte Bielefeld eine Ungenauigkeit im Passspiel vor dem Dortmunder Tor zur 1:0-Führung in der 11. Minute. Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, im weiteren Spielverlauf allerdings ein bitterer Treffer.
Regionalliga West, 20. Spieltag
Sonntag | 19.04.2026 | 15:00 Uhr
Dem BVB wurde der Ball quasi komplett überlassen. Arminia setzte kaum eigene Akzente, doch auch Dortmund fiel gegen die tiefstehenden Ostwestfalinnen wenig ein. Somit ging der BVB zum ersten Mal mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.
Die Kabinenansprache von Coach Högner schien gewirkt zu haben. In der zweiten Halbzeit konnte der BVB endlich Zug zum Tor entwickeln. Das ewige nervöse Ballgeschiebe war vorbei und innerhalb von wenigen Minuten gab es gleich mehrere Torchancen. Arminia wurde weit vor das eigene Tor gedrängt und die Borussinnen schossen häufig auf das Tor. Schließlich war es ein Eckball, der den absolut verdienten Ausgleich brachte. Kempe köpfte ein.
Beflügelt durch den Ausgleich kämpfte der BVB weiter und war die einzige Mannschaft, die spielte. Arminia wurde ruppiger, beschränkte sich komplett auf die Verteidigung und fand keine Entlastung. Doch Dortmund schaffte es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Kurz vor Ende gab es fast die fällige Erlösung, doch ein Distanzschuss traf leider nur die Latte.
Enttäuschte Gesichter dann nach dem Abpfiff zum 1:1-Unentschieden. Der Mannschaft war die Enttäuschung sichtlich anzusehen. Da wäre weitaus mehr drin gewesen!



















