Die Borosen fuhren am Mittwoch zu siebt und deshalb in zwei Autos zum letzten Gruppenspiel der Champions League. Der Gegner am Abend war Inter Mailand. Fünf auf der Südtribüne, zwei in der Südwest-Ecke.
Um 17 Uhr ging es los nach Dortmund, und die Hinfahrt verlief problemlos. Bis auf die letzten 500 Meter, die wieder einmal fast so lange dauerten wie die gesamte Fahrt von Bielefeld in die Fußballhauptstadt. Die Stimmung war trotzdem gut und voller Zuversicht blickte man auf das anstehende Spiel. Vom Parkplatz F2 aus war es dann fast schon ein kleiner Fanmarsch durch mildes Schneetreiben bis zum Westfalenstadion.
Bevor es in den Block ging, wurden noch schnell die wohl wirklich letzten Bratwürste an einem mobilen Stand gekauft, dessen Grill gefühlt schon deutlich vor Verkaufsstop abgeschaltet worden war. Die Würste waren kalt, so wie auch das Wetter. Anheizer gab es im Bereich der Süd leider keine, hätten bei der Kälte sicher geholfen. Im Block kamen wir kurz darauf ganz außen am Zaun unter.
Champions League, 8. Spieltag
Mittwoch | 28.01.2026 | 21:00 Uhr
Bei genauerem Hinsehen fiel uns auf, dass unsere Zaunfahne plötzlich allein an Block 63 hing, obwohl unsere Banner-Nachbarn eigentlich dort hingen. Auch anderswo im Stadion fehlte plötzlich die Beflaggung. War das eine Kritik an der UEFA oder der aufgeblähten Champions League? Wie sich später herausstellte, gab es einen Polizeieinsatz beim Fanprojekt Dortmund, weswegen große Teile der aktiven Fanszene erst verspätet ins Stadion kamen und aus Solidarität die Utensilien abgehängt. Diese Information erreichte uns allerdings nicht, sodass unser Banner in der ersten Hälfte ganz ohne Zaunfahnen nebenan verweilte.
Sportlich war es mau – einen großen Spielbericht muss es dieses Mal nicht geben. Wieder eine 0:2-Niederlage in der Champions League, wieder keine tolle Vorstellung – wie auch schon beim Spiel gegen Tottenham. Kaum Torchancen, Ungenauigkeiten, fehlender Kampfgeist. Während man anfänglich noch ausrechnete, wie man unter die Top 8 kommt, um sich eine Runde zu sparen, musste man letztlich fast nach unten schauen, ob es mit so einer Leistung überhaupt in die K.-o.-Phase reicht. Ein Standardtor und eine Aktion in der fast letzten Minute sorgten für die Tore für Inter. Dortmund hatte mit Guirassy und Adeyemi zwei große Torchancen, die das Spiel ganz anders hätten prägen können, aber beide scheiterten kläglich.
Die guten Leistungen zu Beginn der Gruppenphase sorgten letztlich für das Weiterkommen im Wettbewerb. Mit der aktuellen Leistung wird die Reise aber wohl nicht lange weitergehen – auch wenn es eventuell nur gegen Leverkusen geht.

























