Ein Klassiker! So wird die Partie Dortmund gegen Bayern seit vielen Jahren genannt. Doch am 24. Spieltag war alles andere als klassisch. Es war ein großes Spiel mit vielen Emotionen. Die Borosen waren natürlich mit dabei.
Unser Fanclub-Banner wurde vor Spielbeginn wie üblich am Block 63 aufgehängt. Die Röhn Borussen, die uns in letzter Zeit unseren Platz streitig gemacht haben, waren auch dieses Mal wieder an unserem Platz. Wir hängten unser Banner dann einfach daneben. Bevor es auf die Südtribüne ging, wurden im Rahmen eines Gewinnspiels Gewürze und Bratwürste auf einer Leinwand gezählt – hoffentlich richtig, denn es gab Tickets zu gewinnen.
Mit einer Martinsbrezel in der Hand ging es dann in Block 14, wo uns beim Einlass ein Zettel mit Informationen zur anstehenden Choreografie in die Hand gedrückt wurde. Im Block sah man auch direkt das Flatterband zur Koordination. Man war gespannt, was es heute geben würde – nicht nur sportlich. Wir waren auf jeden Fall der Block mit den schwarzen Pappen.
Während des Warmmachens und der Feierlichkeiten bis zum Anpfiff war an diesem Tag jedoch nicht die Mannschaft im Mittelpunkt. Alle Augen waren auf die Jugendlichen gerichtet, die vor Spielbeginn ein großes BVB-Logo auf den Mittelkreis legten. Denn einer unserer Schüler der Oberstufe der Gesamtschule Rosenhöhe hatte die große Ehre, daran beteiligt zu sein. Da mussten natürlich ein paar Erinnerungsfotos von der Tribüne aus gemacht werden. Er hat seine Aufgabe toll erledigt und das kreisrunde Banner perfekt präsentiert. Neidisch kann man darauf sowieso sein, denn auf den Platz bei so einem Topspiel kommt man sonst nie! Aber auch, weil unser Schüler beste Sicht auf die große Choreografie über die gesamte Südtribüne hatte. Ein riesiges „Heja BVB“, eingekreist von Pyro-Fackeln, erschien über die gesamte Tribüne.
Bundesliga, 24. Spieltag
Samstag | 28.02.2026 | 18:30 Uhr
Sportlich war die Partie schon im Vorfeld ein Kracher und stand ganz unter dem Motto: Wird es noch einmal spannend im Meisterschaftsrennen? Und man merkte ab der ersten Minute, dass wirklich einiges auf dem Spiel stand. Während man im Vorfeld noch Angst vor einer Klatsche hatte, wurde schnell klar, dass es an diesem Abend durchaus etwas zu holen gab.
Mutig und entschlossen stellte sich Borussia Dortmund den Bayern entgegen. Die Münchener hatten zwar wie so oft die meisten Spielanteile und hielten den Ball sicher in ihren Reihen, doch der BVB konnte immer wieder Akzente setzen und stand in der Abwehr sehr sicher. Das Spiel war schnell und dynamisch – richtig guter Fußball von beiden Seiten. Immer mehr verschob sich das Dortmunder Spiel vom Reagieren zum Agieren und die Mannschaft kam besser zu eigenen Aktionen. In der 26. Minute belohnte sich die Mannschaft – erneut nach einem Standard – mit dem 1:0: Schlotterbeck köpfte den Ball ins Tor. In der 34. Minute hätte Beier beinahe noch einen draufsetzen können, doch er verarbeitete den Ball nicht sauber. Trotz der Dominanz der Bayern ging es mit 1:0 in die Pause.
In der Halbzeitpause durfte man dann kurz träumen. Bei diesem Spielstand war man den Bayern wieder ganz nah und hätte den Kampf um die Meisterschaft wieder spannend gemacht. Doch auch wenn die Dortmunder die zweite Halbzeit sehr druckvoll begannen, waren es die Bayern, die das nächste Tor schossen. Wer, wenn nicht Harry Kane, hätte in der 54. Minute den Ausgleich schießen sollen? Zu anderen Zeiten hätte man sich jetzt aufgegeben, doch die Dortmunder zeigten direkt ihren Siegeswillen und hatten kurz nach Anpfiff eine weitere große Chance. In der 69. Minute touchierte Schlotterbeck Stanisic im Strafraum, woraufhin der Schiedsrichter sofort pfiff. Kane verwandelte den Elfmeter – 1:2.
Und auch jetzt gab der BVB nicht auf und trieb das Spiel weiter nach vorne. So konnten sie sich schließlich mit dem 2:2 durch Svensson in der 82. Minute belohnen. Das Stadion explodierte förmlich! Ein Unentschieden wäre das verdiente Ergebnis gewesen, doch Kimmich traf in der 87. Minute noch zum 2:3-Endstand.
Aufgrund von Bauarbeiten auf der Bahnstrecke dauerte die Rückreise fast zwei Stunden länger als sonst, aber immerhin fuhr man mit dem guten Gefühl nach Hause, ein tolles Spiel geliefert zu haben. Man kann wirklich stolz auf die gezeigte Leistung sein! Die Meisterschaft scheint endgültig entschieden. Nun ist es an der Zeit, auch mal die jungen Wilden spielen zu lassen und die Saison als Tabellenzweiter zu beenden.





































