Für die Borosen war es ein ganz besonderes Spiel: Zum ersten Mal ging es als Schulausflug nach Dortmund. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern unserer Gesamtschule Rosenhöhe ging es am Sonntag, dem 1. Februar, zur Bundesliga-Partie Borussia Dortmund gegen den 1. FC Heidenheim nach Dortmund.
Diese Möglichkeit hat sich durch unsere aktive Fanclub-Arbeit ergeben: Wir konnten Karten über das Jugendkontingent des BVB bekommen – und haben natürlich direkt zugeschlagen. Zusammen mit den ohnehin schon besorgten Karten fuhren fünf Borosen mit acht Schüler*innen ins Westfalenstadion. Ein großer Dank gilt hier natürlich auch unserer Schulleitung, die unser Vorhaben direkt unterstützte.
Die Gruppe kam aus den Jahrgängen 9 und 10 sowie der EF. Auch die Sympathien waren ganz durchmischt: Frankfurt, Barcelona und (leider) sogar jemand Blaues. Aber der Ausflug war ja in erster Linie Spaß mit minimalem fußballerischen Missionarsauftrag.
Das Wetter war top: Endlich gab es einen Wintertag mit reichlich Sonnenschein, auch wenn die Temperaturen weiterhin niedrig waren. Voller Vorfreude wurden im Vorfeld die Ergebnisse getippt – ein 3:0 war dabei am häufigsten genannt. Wie falsch das sein sollte! Bevor es auf die Tribünen ging, wurde den Schülerinnen aber noch die Borosen-Plakette an der Fanclub-Wand im Stadion gezeigt. Schnell wurden die Borosen auf der großen Wand entdeckt – unsere Schülerinnen haben es einfach drauf!
Bundesliga, 20. Spieltag
Sonntag | 01.02.2026 | 17:30 Uhr
Kommen wir zum Sportlichen. Der Zweite gegen den Tabellenletzten ist eigentlich eine Art Selbstläufer. Gerade mit Blick auf die fast schon schwächelnden Bayern sind drei Punkte da natürlich Pflicht. Der BVB startete schwungvoll ins Spiel. Wirklich gefährlich wurde man jedoch nicht. Die Euphorie wich einer Ungeduld. Chancen wurden nicht genutzt und Heidenheim konnte immer wieder Akzente setzen. Ein Lattentreffer von Guirassy war das erste große Highlight. In der 44. Minute erlöste Waldemar Anton schließlich die Dortmunder Fans. Nach einer Ecke kam er an den Ball und beförderte ihn in die Maschen. Mit dem 1:0 wäre man gut in die Pause gegangen, doch die Heidenheimer konnten in der Nachspielzeit aus einem Gewusel heraus noch den Ausgleich erzielen. Während man nach dem 1:0 vielleicht verfrüht die Meisterschaft herbeisingen wollte, war beim Gang in die Halbzeitpause vermehrt Raunen, gepaart mit Pfiffen, wahrzunehmen.
In der zweiten Halbzeit erwartete man den BVB dann stärker und dominanter, schließlich war es ein Heimspiel mit 80.000 Fans im Rücken. Doch Heidenheim schoss bereits in der 48. Minute das 2:1. Die Tribünen waren wie leergefegt, das hatte niemand erwartet. Die Pfiffe mehrten sich – zu Recht! Nicht, weil Dortmund generell schlecht spielte, sondern weil sie ihre Chancen nicht nutzten, Heidenheim ins Spiel ließen und sich so die Konsequenzen holten. Der Unmut schwappte jedoch schnell wieder in Anfeuerung um, und Dortmund schaffte mit den Fans als zwölfter Mann im Rücken innerhalb von zwei Minuten die Wende. In der 68. Minute konnte Guirassy einen Elfmeter verwandeln, den Nico Schlotterbeck ihm zur Ausführung übergab. Fast direkt im nächsten Angriff der Schwarzgelben schnürte Guirassy seinen Doppelpack.
In der 85. Minute hätte er einen Hattrick erzielen können, scheiterte aber bei seinem zweiten Anlauf vom Elfmeterpunkt und setzte den Ball deutlich daneben. Die Schlussphase wurde dann noch einmal wild und Heidenheim zündete noch einmal den Turbo. Zwei riesige Chancen blieben jedoch ungenutzt und so blieben die drei Punkte in Dortmund.































