Nach unserem besonderen Ausflug zum ersten Heimspiel der Saison ging es für die Borosen schon wieder nach Dortmund. Dieses Mal machten wir uns mit acht Schülerinnen und Schülern auf den Weg zum SIGNAL IDUNA PARK, um das Heimspiel unserer Borussia gegen den SC Paderborn zu verfolgen.
Wie schon bei unseren vergangenen Fahrten ging es gemeinsam mit dem Zug nach Dortmund. Bevor wir jedoch ins Stadion gingen, stand noch ein kleiner Pflichttermin auf dem Programm. Wir machten einen Abstecher zu der Wand mit den zahlreichen Plaketten der offiziellen BVB-Fanclubs. Natürlich durfte dort die Suche nach unserer eigenen BOROSEN-Plakette nicht fehlen. Trotz der großen Anzahl an Fanclubs dauerte es gar nicht lange, bis die Schüler unsere Plakette entdeckt hatten.
Anschließend ging es ins Stadion. Unsere Plätze befanden sich auf der Nordwesttribüne und boten uns einen richtig guten Überblick über das gesamte Spielfeld. Gerade für einige der Schüler, die besonders gespannt auf Spieler wie Jobe Bellingham waren, eigentlich perfekte Voraussetzungen. Eigentlich.
Denn pünktlich zum Anstoß sorgten die Gästefans aus Paderborn mit einer größeren Pyrotechnikaktion dafür, dass sich zunächst eine ordentliche Rauchwolke über Teile des Stadions und des Spielfelds legte. Von unseren Plätzen aus konnten wir das Spektakel zwar hervorragend beobachten – vom Spiel selbst und vom heiß erwarteten Bellingham war dafür zeitweise deutlich weniger zu erkennen.
Als sich der Rauch langsam verzogen hatte, war auf dem Platz allerdings schon einiges passiert. Gerade einmal fünf Minuten benötigte der BVB für die Führung. Serhou Guirassy schickte Fábio Silva auf die Reise, der Paderborns Torhüter umkurvte und zum frühen 1:0 einschob.
Wer danach allerdings mit einem entspannten Dortmunder Nachmittag gerechnet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Paderborn versteckte sich keineswegs und hielt über weite Strecken ordentlich dagegen. Der Aufsteiger machte es unserer Borussia schwer und sorgte dafür, dass das Spiel lange offenblieb.
Zweimal durften wir trotzdem schon über das vermeintliche 2:0 jubeln. Zweimal traf Guirassy – und zweimal folgte auf die Freude die Ernüchterung. Beide Treffer wurden nach Überprüfung wegen Abseits zurückgenommen. Gerade beim zweiten Mal war der Frust im Stadion entsprechend groß.
So blieb es erstaunlich lange beim knappen 1:0. Paderborn investierte viel und hielt gut dagegen, doch mit zunehmender Spielzeit schienen bei den Gästen die Kräfte nachzulassen. Und genau dann nahm der BVB noch einmal richtig Fahrt auf.
In der 80. Minute war es der eingewechselte Felix Nmecha, der nach einem Doppelpass mit Maxi Beier endlich für etwas mehr Ruhe sorgte. Mit einem starken Abschluss setzte er den Ball zum 2:0 in die Maschen.
Das eigentliche Highlight des Tages sollte aber noch folgen.
Kurz vor Schluss brachte Marcel Sabitzer den Ball in den Strafraum. Nmecha setzte zum Fallrückzieher an – und versenkte den Ball spektakulär zum 3:0. Ein Treffer, bei dem wohl nicht nur bei unseren acht Schülern kurz die Augen größer wurden. So ein Tor live im Stadion zu sehen, passiert schließlich auch nicht jeden Tag. Entsprechend groß war der Jubel auf unseren Plätzen.
Am Ende stand damit ein deutliches 3:0 auf der Anzeigetafel, das den Spielverlauf vielleicht etwas klarer aussehen ließ, als er über lange Zeit gewesen war. Paderborn hatte sich ordentlich verkauft, unsere Borussen machten in den letzten zehn Minuten aber schließlich den Deckel drauf.
Für unsere Schüler war es auf jeden Fall ein besonderer Nachmittag: Fanclub-Plakette gefunden, Pyrotechnik gesehen, drei BVB-Tore bejubelt und dazu noch einen Fallrückzieher live erlebt. Nur ein Wunsch blieb unerfüllt: Das erhoffte Autogramm von Jobe Bellingham gab es leider nicht.
Nach Abpfiff ging es wieder gemeinsam mit dem Zug zurück. Die Rückfahrt gestaltete sich allerdings etwas weniger bequem als die Hinfahrt. Nicht alle aus unserer Gruppe konnten einen Sitzplatz ergattern, sodass nach einem langen Stadiontag noch ein wenig Stehvermögen gefragt war.
Trotzdem: Acht Schüler, drei Tore, ein Traumtor und ein weiterer gemeinsamer Nachmittag im schönsten Stadion der Welt. Ein Ausflug, der sich gelohnt hat.









